6 Februar 2012

Widerstand in Athen

3 Mai 2010 

ATHEN | 03 – 05 -2010 | Die Griechen müßten »große Opfer« bringen, sagte Ministerpräsident Giorgos Papandreou am Sonntag nach der Einigung Athens mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) auf ein drastisches »Sparpaket« in Höhe von 30 Milliarden Euro. Sein Finanzminister Giorgos Papakonstantinou präsentierte dessen Details: Die erst im März erhöhte Mehrwertsteuer wird noch einmal um zwei Punkte auf jetzt 23 Prozent angehoben. Das 13. und 14. Monatsgehalt bei Angestellten des öffentlichen Dienstes werden auf jeweils 500 Euro zusammengestrichen, den bei den ehemaligen Staatsbetrieben für Strom, Wasser und Telekommunikation Beschäftigten die Löhne um drei Prozent gemindert. Allen Rentnern werden Weihnachts-, Oster- und Urlaubsgeld auf insgesamt 900 Euro gekürzt. Das Renteneintrittsalter wird erhöht. Hinzu kommen Kürzungen bei den Überstundenlöhnen sowie ein schlechterer Kündigungsschutz bei gleichzeitiger Minderung der Abfindungen – all das unter dem wohlfeil klingenden Motto »Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit«. Im Gegenzug kann Athen von IWF und EU »Hilfe«, das heißt Kredite, in Höhe von 110 Milliarden Euro erwarten, um eine Staatspleite abzuwenden. Weiterlesen…